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Schuluniformen lösen keine Probleme
Potsdam, 08.05.2006
Der Landesschülerrat Brandenburg (LSR) reagiert auf die Forderung der Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) nach Schuluniformen mit Skepsis. „Die Einführung von Schuluniformen wird die eigentlichen Probleme, die an den Schulen herrschen, nicht lösen“, meint Marco George, Sprecher des LSR.
Der LSR räumt allerdings ein, dass ein gewisser „Markenfetischismus“ existiert und latent sozialen Druck erzeugt. „Anscheinend wollen die Politiker die wirklichen Probleme an den Schulen nicht wahrhaben, denn viel gefährlicher als die Kleidungsfrage ist der Drogenkonsum auf dem Schulhof“ konstatiert Marco George, der sich auf Berichte von SchülerInnen aus den Kreisen beruft. „Hätten die Lehrer mehr Zeit für die Schüler, könnten Sie mehr zur Stärkung des Selbstwertgefühls Ihrer Schützlinge beitragen. Dann bräuchte man keine Markenklamotten oder Drogen, um sich zu behaupten.“
Der LSR ist jedoch der Meinung, dass jede Schule unter Beteiligung der Schülerschaft für sich entscheiden sollte, ob sie eine Schuluniform einführen möchte. Allerdings sei dabei „Uniform“ im Sinne von „einheitlich“ zur verstehen. Schlips und Rock sind nicht mehr zeitgemäß. Natürlich sind auch die SchülerInnen bei der Gestaltung der Schulkleidung mit einzubeziehen.
